Kirche St. Ulrich

Die Kirche der Gemeinde St. Ulrich liegt am neu gestalteten Europaplatz in Stuttgart-Fasanenhof, angrenzend befinden sich das Pfarrbüro, das Gemeindezentrum und das Kinderhaus.

Der Aufbau der Kirchengemeinde

Der Beginn der Kirchengemeinde St. Ulrich ist der Entschlossenheit eines Priesters zu verdanken, den Katholiken in diesem neuerbauten Stadtteil Stuttgart-Fasanenhof eine geistige und geistliche Heimat in Kirche und Gemeindezentrum zu geben. Es war der Pfarrer von St. Hedwig, Msgr. Alfred Härtel, der diese Aufgabe verwirklichte. Es war u.a. seine Entscheidung, Gelder, die für den Bau der Kirche zur Verfügung standen, zu einem Teil für den Bau des Kindergartens und der Jugendräume zu verwenden, weil dies für viele Familien, die neu zugezogen waren, eine dringende Notwendigkeit war. 

Langsam verschwanden dann die Baukräne, die Bagger und die aufgeworfenen Erdwälle, damals ein Eldorado für Kinder, und man konnte ohne Gummistiefel das Haus verlassen, die Gehwege und Straßen waren fertig gestellt.

Im Jahre 1966, am 4. Dezember, war die Zeit der Holzbarackenkapelle zu Ende. Bischof Dr. Carl Joseph Leiprecht konnte die neu erbaute Kirche auf den Titel St. Ulrich weihen. Dies gab der Gemeindebildung neuen Schwung. Kurat Peter Weishäupl, der sich bis dahin um die Gemeinde verdient gemacht hatte, wechselte die Gemeinde und wurde hier Pfarrer. Ihm folgte später Pfarrer Leodegar Holz, der mit Unterstützung einer Gemeindereferentin die Gemeinde weiter aufbaute. Zur Mitgestaltung einer feierlichen Liturgie bildete sich ein Kirchenchor. Einige Zeit später kamen Sängerinnen und Sänger der evangelischen Kirchengemeinde dazu und so entwickelte sich der Chor zu einem ökumenischen Kirchenchor.

“Ökumene” war für die zwei jungen Kirchengemeinden im Stadtteil von Anfang an eine bewegende Sache. Es bildete sich ein „Ökumenischer Frauenkreis“, ein gemeinsamer Krankenpflegeverein, die gemeinsame „Mobile Jugendarbeit“ und viele andere Initiativen, Aktionen und Projekte.

Nach dem Weggang von Pfarrer Leodegar Holz im Jahr 1980 kam Pfarrer Walter Elser. Sein Anliegen war es, die Gemeindemitglieder noch stärker zusammenzuführen. Dies gelang zuerst durch die Gründung einer Gruppe der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB). Binnen kurzer Zeit fanden sich in dieser Gemeinschaft über 100 Mitglieder zusammen. Diese Gemeinschaft wurde zu einer verlässlichen Gruppe in der Gestaltung des Gemeindelebens.

Sanierung und Renovierung der Kirche

Im Jahr 1986 ging es an die Betonsanierung und Innenrenovierung der Kirche. Dies war ein großes Projekt, da der „saure Regen“ den Sichtbeton an der Oberfläche der Kirchenwände brüchig gemacht hatte. Durch einen Kunstharzputz außen und innen bekam die Kirche ein schönes Gewand. Kurze Zeit später mussten noch die Glockenstube und der Glockenstuhl erneuert werden. Einige Jahr später musste auch noch für das Kirchendach, das nicht ganz dicht war, eine Lösung zur Abdichtung gefunden werden. Dies war dann ebenfalls mit einem Kunstharz möglich.

Eben durch den Regen hatten auch die Glasbausteinwände der Kirche stark gelitten. Sie stellen durch ihre Gestalter Lothar Quinte und Markus Prachensky einen besonderen künstlerischen Wert dar. Die Architekten des Büros ARCASS kamen zusammen mit dem Bischöflichen Baubüro zu dem Entschluss, vor den Glasbausteinwänden eine neue Glasfassade zu setzen, damit die künstlerisch gestalteten Wände vor Regen geschützt sind.


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