Chorfreizeit des Kinderchors vom 04. bis zum 08. September

Freizeit? Na, ja, auch davon gab’s ein wenig. Um genau zu sein: Während der sechs Stunden zwischen 9 und 15 Uhr insgesamt zwei Stunden pro Tag, in denen auch noch Zubereitung und Verzehr des Mittagessens lagen. Im Wesentlichen wurde also gearbeitet. Trotz recht kurzfristiger Ankündigung hatten sich dennoch im Tagesdurchschnitt 25 Kinder für die aktive Teilnahme an der Chorfreizeit entschieden, statt in ihrer letzten Ferienwoche noch einmal so richtig zu „chillen“. Im Gemeindezentrum St. Ulrich fanden wir alles vor, was für eine gelingende Veranstaltung unerlässlich oder zumindest höchst förderlich war: Zwei Probenräume, eine gut ausgestattete Küche, einen Garten, in dem sich die Kinder während der Pausen gefahrlos bewegen konnten, und in der Person der Mesnerin, Frau Alosinac, eine nimmermüde Kümmerin.

 

In den täglich drei Arbeitsblöcken (zwei à 90, einer à 60 Minuten) beschäftigten sich die Kinder natürlich mit dem Einüben neuer Lieder und mit Stimmbildung, aber auch mit ersten musiktheoretischen Themen, wie Noten- und Pausenwerten oder Intervallschritten. Dank des großen Eifers der Kinder ist es uns gelungen, das für diese Chorfreizeit extra konzipierte „Werkstattheft“ fast vollständig durchzuarbeiten. Und dies, obwohl am Mittwochvormittag ein ganzer 90-Minutenblock auf Anderes verwendet wurde: Zusammen mit Pfarrer Josy gestalteten wir den 9:30 Uhr-Gottesdienst.

 

Eine sehr schöne Erfahrung war, wie viele Mütterhände sich unaufgefordert, völlig unaufdringlich, einfach selbstverständlich eingebracht haben: Hier ein Beitrag zum Mittagessen, dort ein Kuchen oder ein überraschend erledigter Abwasch – hätten wir das geplant, es hätte nicht besser kommen können! Auch Ulrike Scheible, deren fast tägliche Unterstützung zeitweise eine Gruppenaufteilung nach Alter ermöglichte, trug Entscheidendes bei, diese erste Chorfreizeit des Kinderchors zu einer runden und wunderschönen Sache zu machen. Danke!

 

Meine tief empfundene Anerkennung gebührt allerdings den teilnehmenden Kindern. Mit ihrer wachen Aufmerksamkeit, dem Verantwortungsgefühl der Älteren gegenüber den Jüngeren, ihrem eindrucksvollen Sozialverhalten und begeisterten Interesse hätten sie in diesen Tagen mein Herz im Sturm erobert – wenn sie sich dort nicht schon längst breitgemacht hätten… Fazit: Die letzte, an der die Kinderchorfreizeit Sommer 2018 scheitert, bin ich!

 

Ildiko Häfner

 

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