Gemeindeversammlung am 1. März 2015

150301_Gemeindeversammlung07klUnser Pfarrer Regionaldekan Dr. Heiko Merkelbach eröffnete die sehr gut besuchte Gemeindeversammlung, die zwei Themen hatte:

  • Bericht über die Arbeit des Kirchengemeinderates (KGR) in der zurückliegenden Wahlperiode
  • Vorstellung der 19 Kandidierenden für die KGR-Wahl am Sonntag, dem 15. März 2015

Den Bericht trugen der Zweite Vorsitzende des KGRs, Franz-Xaver Friedel, und seine Stellvertreterin, Brigitte Neyer-Strohmaier, gemeinsam vor:

Der Bericht umfasst den Zeitraum von 2010 – 2015. Die Gemeinde St. Hedwig ist eine der wenigen katholischen Kirchengemeinden, die an Mitgliedern gewachsen ist. Das liegt vor allem an den Neubaugebieten. Wegen der Neugestaltung des Kirchvorplatzes, der optimaler Verkehrsanbindung (auch zur Schwestern-Gemeinde St. Ulrich und zur Innenstadt) und der Fertigstellung des Kinderhauses hat die Gemeinde eine attraktive Infrastruktur. Die Erweiterung der Gemeinderäume bleibt ein Desiderat.

Die Gemeinde hat für Stuttgarter Verhältnisse ein sehr aktives Gemeindeleben, ein Schwestern-Konvent seit 2011 und eine sehr aktive Jugendarbeit. Außerdem ist die kroatische Gemeinde Sv. Martin bei uns zu Gast.

Zudem verfügt die Gemeinde über eine gute Öffentlichkeitsarbeit. Hier seien genannt der Hedwigsbote, die Homepage, die Verbindung zur lokalen Presse, aber auch regelmäßige Gemeindeversammlungen.

Der Kirchengemeinderat (KGR) ist das Leitungsgremium der Gemeinde und weist eine gute Konstanz auf. So hat es während der Wahlperiode nur zwei Mitgliederwechsel gegeben.

Viele Arbeiten werden in unterschiedlichen Sachausschüssen erledigt, so z.B. im Verwaltungsausschuss (VA), in denen auch Mitglieder tätig sind, die nicht dem KGR angehören.

Große Sorgen bereitet die Finanzsituation: Ausgaben von über 1 Mio EUR stehen Steuerzuweisungen nach Katholikenzahl von nur rund 200 Tsd EUR gegenüber. Das Budget ist auf dem Niveau von 2010 gedeckelt, allerdings werden Personalkostensteigerungen und Teuerungsraten berücksichtigt.

Seit 2010 besteht ein Investitionsstopp für Baumaßnahmen. Das bedeutet, dass die Gemeinde auf zahlreiche Spenden angewiesen ist. Die laufenden Ausgaben und Investitionen sind gerade noch darstellbar. Im Jahr 2014 wird es voraussichtlich keine Rücklagenbildung mehr geben können. Im Jahr 2013 betrug der Rücklagebeitrag noch 19 Tsd EUR.

Der Personalbedarf wird bereits auf der Basis der Seelsorgeeinheit ermittelt, so zuletzt bei der Besetzung der Pfarramtssekretärinnenstelle.

Bei den Liegenschaften wurde die Mesner-Wohnung saniert, es wurde eine Lüftungsmaßnahme im Kinderhaus vorgenommen, der Glockenstuhl wurde saniert und das Geläut vervollständigt. Mit der energetischen Außenhüllensanierung des Pfarrhauses wurde begonnen.

Dies alles lässt sich nur mit Spenden aus der Gemeinde, vor allem aber mit Großspenden von Firmen und Einzelpersonen bewältigen.

Ganz stolz ist die Gemeinde darüber, das Kinderhaus in eigener Trägerschaft verwalten zu können.

150301_Gemeindeversammlung05klÜber das Projekt „Aufbrechen“ wurde bereits auf zwei Gemeindeversammlungen, im Hedwigsboten und in den Medien berichtet. Hintergrund für dieses Projekt der Diözese sind die allgemeine Mitgliederentwicklung, der Gebäudeinvestitionsbedarf, der Priestermangel, der mit einem schleichenden Glaubensschwund einhergeht, aber auch der Rückgang des Engagements Ehrenamtlicher.

Ziel der Diözese ist es, die bestehenden Seelsorgeeinheiten in Gesamtkirchengemeinden (GKG) zusammenzufassen und Pastorale Zentren zu bilden.

So ist es auch Ziel, die beiden Gemeinden St. Hedwig und St. Ulrich, die bereits heute eine Seelsorgeeinheit bilden, in einer GKG zusammenzufassen; das bedeutet: ein gemeinsamer Haushalt, gemeinsames Personal, gemeinsame Liegenschaftsverwaltung und gemeinsamer Gesamtkirchengemeinderat. Den Grundsatzbeschluss zur Bildung einer GKG haben die KGR beider Gemeinden bereits gefasst; allerdings bleibt die Entscheidung des Bischofs noch abzuwarten.
Der am 15. März 2015 neu zu wählende KGR wird die letzte Entscheidung treffen.

Bereits heute arbeiten beide Kirchengemeinden eng zusammen; so gibt es einen Gemeinsamen Ausschuss, auch die Sakramenten-Katechese wird gemeinsam durchgeführt. Viele Treffen der beiden KGRs tragen zu einem gegenseitigen Kennenlernen und besseren Verständnis untereinander bei. Auch ein gemeinsames Klausurwochenende hat stattgefunden. Demnächst wird ein gemeinsamer Gemeindebrief erscheinen.

Pastoraler Schwerpunkt bleibt die Missionierung und Neuevangelisierung nach innen und außen. In der praktischen Umsetzung bedeutet dies: Vertiefung des eigenen Glaubenslebens, die Unterstützung der Hauptamtlichen bei der Sakramenten-Katechese, die Veranstaltung von Glaubenskursen (Alphakurs, Jugend-Alphakurs, Eucharistiekurs, „Das Feuer entfachen“ und neuerdings auch der Ehe-Kurs). Hierbei haben sich Ehrenamtliche sehr engagiert eingebracht. Regelmäßige Gruppenleiter-Treffen sorgen dabei für eine gemeinsame Ausrichtung.
Weiteres Ziel bleibt die Findung, Betreuung und Förderung der Ehrenamtlichen.

Auch im Bereich der Caritas war die Kirchengemeinde sehr aktiv. So besteht nach wie vor das Sozialwerk St. Hedwig, die Nachbarschaftshilfe ist weiterhin aktiv, “Orte des Zuhörens” wurden in den letzten Jahren eingerichtet. Seit kurzem gibt es auch den Ökumenischen Flüchtlings-AK, der viel Beachtung in der lokalen Presse findet.

Für den neuen KGR stehen folgende Aufgaben im Vordergrund:

  • Bildung der GKG St. Hedwig und Ulrich
  • verstärkte Präsenz im Stadtdekanat zur Mitgestaltung der Entwicklung der Kirche in Stuttgart und eine weiterhin starke Interessenvertretung für unsere beiden Gemeinden
  • Optimierung des Gemeindezentrums, das mehr als ausgelastet ist und dem Bedarf nicht mehr gerecht wird
  • Neuevangelisierung
  • Ehrenamtlichen-Gewinnung und -Förderung
  • Koordinierung der Öffentlichkeitsarbeit durch ein gemeinsames Gemeindeblatt und eine gemeinsame Homepage

Abschließend dankten die Vortragenden sehr herzlich allen Frauen und Männern, die sich entsprechend ihren Talenten in die Gemeindearbeit eingebracht haben.

Der Bericht wurde mit der beigefügten, herunterladbaren Präsentation veranschaulicht. Dabei wurde auch der Pastoralbericht unserer Gemeinde angesprochen, den Sie hier nachlesen können.

150301_Gemeindeversammlung01kl

Im zweiten Teil stellten sich alle 19 Kandidierenden für die KGR-Wahl am Sonntag, dem 15. März 2015, in alphabetischer Reihenfolge den Anwesenden vor. Bei ihren auf drei Minuten begrenzten Vorträgen sprachen alle Kandidierenden in recht launigen Worten von ihrem Werdegang, von ihren Erfahrungen mit der katholischen Kirche im Allgemeinen und in unserer Kirchengemeinde St. Hedwig im Besonderen. Und sie nannten ihre Beweggründe, warum sie sich zur Wahl in den KGR stellen.

Mit den Wahlunterlagen, die Ihnen in den nächsten Tagen zugehen, erhalten Sie auch einen Flyer mit den Namen und Portraits der Kandidierenden, den Sie hier bereits ansehen können.

 

Kommentare sind geschlossen